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Gut Pfad und herzlich willkommen,
Die Pfadfinder-Methode
Das Pfadfindertum ist eine besondere Form des Zusammenlebens junger und älterer Menschen. Die Pfadfindermethode ist auf die fortschreitende Selbsterziehung der Pfadfinder gerichtet. Sie ist von folgenden Gesichtspunkten geprägt:
- Pfadfindergesetz und Pfadfinderversprechen,
- Learning by Doing (Lernen durch Tun),
- Bildung kleiner Gruppen,
- Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten,
- Begegnung mit dem christlichen Glauben.
Soziale Unterschiede spielen keine Rolle, was durch die graue Tracht zum Ausdruck gebracht wird.
Die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands – CPD - in Meißen
Die CPD ist ein Bund von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Sie ist ein Lebensbund. Sie ist eine Gemeinschaft, in der Jugendliche zu verantwortungsbewußten Persönlichkeiten, die demokratisch denken und handeln, erzogen werden. Unsere Sippen sollen dem Jugendlichen einen geschützten Ort bieten, in dem er lernt, sich zu entfalten, Persönlichkeit zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Dies geschieht spielerisch und dem Alter entsprechend. Dabei werden durch das Leben in und mit der Natur Alternativen zu Konkurrenzdenken und Ellenbogenmentalität aufgezeigt und Gemeinschaft erfahrbar gemacht. Den Mittelpunkt unserer Arbeit bildet die kleine Gruppe, die Sippe. Dort lernen die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder gemeinsam vor allem verschiedene Pfadfindertechniken, das Übernehmen kleinerer Aufgaben und gehen gemeinsam auf Fahrt und Lager. Durch Fahrten ins Ausland und die Teilnahme an internationalen Treffen versuchen wir, uns für Völkerverständigung einzusetzen und neue Perspektiven kennenzulernen. Ebenso nehmen Pfadfinder aus dem Ausland an unseren Veranstaltungen teil und finden bei uns gastfreundliche Aufnahme.
Als christliche Pfadfinder begegnen wir dem christlichen Glauben, lernen die Bibel kennen und orientieren uns an christlichen Wertmaßstäben. Der Glaube spielt in der CPD für viele Mitglieder eine große Rolle. Wir wollen unser Leben an Jesus Christus ausrichten.
Wir Meißner Pfadfinder sind aber nicht an eine bestimmte Kirchgemeinde oder Glaubensrichtung gebunden. So gehören Pfadfinder aus verschiedenen Kirchen zu uns, manche sind auch konfessionslos. Niemand soll sich gezwungen fühlen, einer Kirche beitreten zu müssen.
Wer kann Mitglied in der Christlichen Pfadfinderschaft werden?
Wölflinge
Kinder, Mädchen und Jungen, im Grundschulalter (6-11 Jahre) können der Meute „Sioni-Wölfe beitreten. Sie fangen als Wildling an und erhalten nach einiger Zeit, wenn sie die entsprechenden Kenntnisse erworben haben, das grüne Halstuch. Damit werden sie feierlich als „Wölfling“ aufgenommen. Die Kindergruppen, „Rudel“ genannt, werden von älteren Jugendlichen oder Erwachsenen geleitet. Die Aktivitäten orientieren sich an der Geschichte „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling. Dort geht es um das Schicksal des Findelkinds Mowgli, das im indischen Urwald bei einem Wolfrudel aufwächst.
Jungpfadfinder
Mädchen und Jungen können ab 11 Mitglied einer Sippe – so heißen die Kleingruppen – werden. Sie treten als „Neuling“ ein und erwerben nach und nach die Kenntnisse eines Pfadfinders. Nach bestandener Pfadfinderprobe werden sie feierlich als Jungpfadfinder aufgenommen und erhalten das blaue Halstuch. Die Sippen werden von erfahrenen Pfadfindern, selbst Jugendliche, geführt. Die Sippen gestalten ihre Aktivitäten eigenverantwortlich. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Fahrt und das Leben in der Natur.
Ältere Pfadfinder und Helfer
Damit in den Kindergruppen und organisatorisch alles rund läuft, werden auch die Älteren gebraucht. Das sind Menschen, die entweder in der Pfadfinderschaft groß geworden sind oder die dazustoßen, weil sie sich für die Pfadfinder-Idee begeistern können. Hilfe wird immer gebraucht!
Eine kurze Geschichte der Meißner Pfadfinder-Siedlung
Der Neuanfang Meißen der CPD wurde 2005 auf Initiative des evangelischen Christusträger-Bruders Siegbert Stocker ins Leben gerufen. Er führte und prägte den Neuanfang bis zum März 2009, dann ging er im Auftrag seines Ordens nach Kabul, um dort junge Menschen auszubilden. Seitdem wuchs die Mitgliederzahl von 16 auf über 50 und aus zwei Sippen wurden fünf, die Älteren-Sippe Uhu und die Wölflingsmeute „Sioni-Wölfe“ mit dem gelben und dem blauen Rudel. Im November 2009 wurde der Neuanfang Meißen als „Siedlung“ von der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands anerkannt. Seit 2009 hat die Siedlung einen eigenen Sippenraum (bahnhofstr. 2 in Meißen), eine Rüstkammer und ein eigenes zentral in Meißen gelegenes Gelände, das Basislager (Weinberggasse, Meißen). Die Meißner Pfadfinder entschlossen sich im Februar 2010 auf ihrem Winterlager mit großer Mehrheit, ihre Siedlung „Paul Richter“ zu nennen.
Der Siedlungsname „Paul Richter“
Der Namensgeber der Meißner Pfadfindersiedlung sollte durch sein Leben ein Beispiel für uns geben. Es kam den Meißnern nicht auf dessen „Berühmtheit“ an. Bei der Namenssuche stießen die Pfadfinder auf den aufrechten Pfarrer Paul Richter aus Wilsdruff, der den Nationalsozialisten die Stirn bot. Das bezahlte er mit seinem Leben. Paul Richter wurde am 21. Juli 1894 in Kaitz bei Dresden geboren. Er war evangelisch-lutherischer Pfarrer und leistete aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Zu Ostern 1928 begann Richter seinen Dienst als Pfarrer an der St. Nicolaikirche in Wilsdruff. Seine Arbeit war von Aufrichtigkeit und sozialem Engagement geprägt. Obwohl selbst nicht auf Rosen gebettet, gab er noch Ärmeren bereitwillig ab. Nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 paßte er sich nicht der Nazi-Diktatur an. Von Anfang an gehörte er dem Pfarrernotbund und der Bekennenden Kirche an. Er widersetzte sich energisch der Vereinnahmung der Kirche durch das Regime. Er wendete sich gegen den Rassenwahn und das Führerprinzip, die auch in der evangelischen Kirche Fuß gefaßt hatten. Den Tod fand er nach einer Denunziation viel zu früh am 13. August 1942 im Konzentrationslager Dachau. Die Meißner Pfadfinder finden es vorbildlich, wie dieser einfache und glaubensfeste Mann der Gewalt einer mörderischen Diktatur entgegentrat.
Siedlungszeichen und Fahne
Die CPD-Siedlung „Paul Richter“ Meißen führt ein Siedlungsabzeichen in den Farben der Stadtfahne (Schwarz-Gold-Rot). Das Siedlungsabzeichen zeigt den Meißner Dom, über dem ein Turmfalke fliegt, der die Gründungssippe der Siedlung symbolisiert.
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